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NS-Zwangsarbeit am Erzberg (Steiermark) 
 
 
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Erzberg Diskurse 2 - Architektur (1-3)

Projekt Eisenerz (2000/2001) 
 
 
Architektur (1-3) 
 
Erzberg-Diskurse 
Vermeidungs-Diskurs Architektur (1)  
Imagetransfer-Konzepte 
Beispiel: Raumgestaltung & Architektur 
(TU Graz) 
 
Von der Homepage: 
http://www.tugraz.at/forschung/diplomarbeiten/1998/600/D-0015.html 
 
Zitate aus der Diplomarbeit:  
“Montanhistorisches Zentrum am Steirischen Erzberg“  
 
Verfasser: Speer, Wolfgang 
 
Schlagwörter:  
Architektur: Sonstiges; Erzberg, steirischer, Eisenerz, Museum, montanhistorisches  
 
KURZFASSUNG:  
 
Die Entwicklung der Stadt Eisenerz war und ist im Wesentlichen von der Entwicklung des Bergbaus geprägt. Rationalisierungsmaßnahmen, interne und internationale strukturelle Gegebenheiten bewirkten in jüngerer Vergangenheit einen Rückzug der bergbaulichen Aktivitäten am steirischen Erzberg. Die bisherige monostrukturelle Ausrichtung von Industrie und Gewerbe in Eisenerz wird daher zu einer überlebensfähigen Wirtschaftsstruktur umgeformt werden müssen. Eine Möglichkeit dafür wäre den Bezirk Krumpental und das Gebiet des "Oswaldi-Rückens" mit seinen zahlreichen montanhistorischen Bauten und baulichen Resten für eine touristische Nutzung zu erschließen.  
 
Das Projekt umfaßt eine städtebauliche Aufwertung des Stadtteils Krumpental (Anmerkung: zum Krumpental während der NS-Zeit siehe unter „Info 1“) sowie die Einrichtung eines "Montanhistorischen Zentrums" (MHZ). Das MHZ beeinhaltet ein Anfahrtsgebäude, einen Schrägaufzug (ehem. Wassertonnenaufzug), ein Museum für (Zwangs-?, Anm.) Arbeit und Technik des österr. Bergbaus, ein Besucherbergwerk, ein industriearchiologisches Freilichtareal, eine Wissenschaftliche Abteilung sowie Werkstätten für historische Handwerkstechniken.  
 
Betreuer: Molnar Jenö, TECHNISCHE UNIVERSITÄT GRAZ, Institut für Raumgestaltung,  
Studienrichtung: 600 / ARCHITEKTUR 
 
 
 
 
 
Zitate aus der Diplomarbeit:  
Erzberg Eisenerz Oberförster Palfners späte Liebe  
 
Verfasser: Pinter, Gabriele; Lamperti, Alexandra Stefanie 
 
Schlagwörter:  
Architektur: Allgemeines; Erzberg Eisenerz, Strukturwandel, Kleinstadt, Analyse, Bewertungskriterien  
 
KURZFASSUNG:  
Erzberg Eisenerz oder Oberförster Palfners späte Liebe. 
 
Für uns ist Eisenerz wie eine Insel. Für die Eisenerzer liegt ihre Stadt im Herzen Europas, für andere am Ende der Welt. DER ERZBERG ALS DIE GRÖßTE ERZLAGERSTÄTTE ÖSTERREICHS war für die Entwicklung der Stadt Eisenerz ausschlaggebend, daher wirken sich die aktuellen Probleme der Eisen- und Stahlindustrie besonders in Eisenerz aus. Die Stadt weist das typische Gepräge eines monofunktionalen Industriestandortes auf und liegt, durch die Lagerstätte erzwungen, geographisch besonders isoliert und dezentral. Charakteristisch für Eisenerz ist scheinbar Unvereinbares. So steht beispielsweise einer eindrucksvollen Naturlandschaft eine verfremdete gegenüber. Die Arbeit stellt einen Beitrag zur analytischen, städtebaulichen Auseinandersetzung dar. Sie basiert auf einer Informations- und Situationserhebung, die bewußt subjektiven Kriterien folgt. Die daraus resultierende Analyse wurde graphisch aufgearbeitet und in Pläne gefaßt. In der gemeinsamen Verwendung der von uns ausgearbeiteten Grundlage- und Bewertungspläne lassen sich Rückschlüsse auf mögliche zukünftige Entwicklungen und Veränderungen ziehen und damit sind diese beeinflußbar. Es gibt keine Prognose, der Ausgang ist offen.  
 
Betreuer: Meuwissen Jean Marie Corneille, TECHNISCHE UNIVERSITÄT GRAZ, Institut für Städtebau und Umweltgestaltung, Studienrichtung: 600 / ARCHITEKTUR 
 
 
 
 
 
 
 
Erzberg-Diskurse 
Vermeidungs-Diskurs Architektur (2)  
Imagetransfer-Konzepte 
Beispiel: Gebäudelehre und Wohnbau 
(TU Graz) 
 
 
Von der Homepage: 
http://xarch.tu-graz.ac.at/home/azon/projects/toni/gbl/frame.htm 
 
 
Ein weiteres Projekt an der TU Graz (1999):  
“ „Umnutzung alter Gebäude und Industrieanlagen in Eisenerz“.  
 
Projekt eines Trainingszentrums für Leistungssportler mit angeschlossener Hotelanlage am STEIRISCHEN ERZBERG  
im Rahmen der Gebäudelehre Übungen bei DI Adolf Kelz  
am Institut für Gebäudelehre und Wohnbau / TU Graz  
von Anton Hüttmayr und Gernot Zöhrer  
 
 
 
Vorher: 
 
 
 
Nachher: 
 
 
 
 
 
Kommentar: 
Die Gemeinde Eisenerz am Fuß des steirischen Erzbergs blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.  
Reich geworden im Mittelalter durch den Eisenbergbau, mit dessen Ausklingen und infolge der Strukturschwächen der Region gezwungen zur Veränderung sucht man nach neuen Wegen in die wirtschaftliche Zukunft 
 
Die Gemeinde muß sich bedingt durch das absehbare Ende des Bergbaus in dieser Region in den nächsten Jahrzehnten in ihrer Struktur grundlegend verändern. Erwerbs- und Sozialstrukturen, die über die Jahrhunderte gewachsen waren sind im Begriff unterzugehen. Es erscheint daher naheliegend, nach geeigneten Wegen für die Region zu suchen, die das wirtschaftliche Überleben der Menschen dauerhaft sicherstellen können. 
 
Als erste rettende Idee erschien auch hier wie so oft der Fremdenverkehr.  
 
Die Gemeinde Eisenerz suchte daher nach Ideen für ein zukunftsweisendes Fremdenverkehrskonzept - im Umfeld dieser Erhebungen ist auch das Projekt an der TU-Graz angesiedelt - der Wunsch nach vornehmlich mehr Quantität war dabei deutlich spürbar.  
 
Wir glauben jedoch, daß der Tourismus heute nur dann auch ein lohnendes Geschäft ist, wenn er bestimmte Zielgruppen direkt anspricht und sich gleichzeitig nicht kurzlebigen Modewellen unterwirft.  
 
Unser Konzept für die Fremdenverkehrsregion Eisenerz hat als Gast den ambitionierten Hobbysportler im Auge, der einerseits in dieser Region reichlich Möglichkeiten zu körperlichen Betätigungen aller Art (Anm.: ja, diese Möglichkeit gab es dort schon oft) vorfindet und andererseits sicher auch ein gerngesehener (auch zahlungskräftiger) Gast ist.  
 
Wir gehen davon aus, daß der erste Impuls auf dem Gebiet des Sports immer von der Spitze, also vom Leistungssport her kommt - der Tennisboom im Sog der Erfolge eines Thomas Muster sei hier nur ein Beispiel.  
 
Unser Konzept für ein Sporthotel am Erzberg ist mehrstufig ausgelegt wobei das vorliegende Projekt sozusagen als Impulsgeber fungieren soll. Es handelt sich hierbei um ein Hotel mit angeschlossenem Trainingszentrum mit sportmedizinischer Betreuung - primär für Leistungssportler, aber auch für Hobbysportler, die in dieser Umgebung z.B. Trainingslager und Lehrgänge besuchen möchten. 
 
Der Zielsetzung entsprechend ist die Anlage mit ca.100 Betten relativ klein ausgelegt, bietet sich jedoch aufgrund der Etagengrößen und der vorhandenen Zusatzräumlichkeiten gerade für Gruppen an.  
 
Langfristiges Ziel für EISENERZ ist dabei das Entstehen weiterer derartiger Anlagen, die in der Folge den Normalsportler bedienen sollen. 
 
Im Zuge der Planung konnten wir die Betriebsanlagen der VÖEST besichtigen und uns ein Bild über Ort, Charakter und Umfeld der Anlagen machen. Der Erzberg erscheint als künstliche Landschaft von ungeheurer Dimension, ein Solitär in der ihn umgebenden Naturlandschaft; eine in nur zirka 60 Jahren Tagebau geformte gigantische isohyptische Stufenpyramide, an deren Rand sich zweckmäßig nüchtern und verschlossen die Industrieanlagen befinden, verbunden durch spinnenbeinige Förderbänder, zurückhaltend verankert im Gestein. 
 
Das Gelände definiert sich durch eine ausgesprochen unwirklich erscheinende Topographie, ist sozusagen bloßgelegt, rötlichgelbes Gebein. Eine Landschaft die konzentriert, kraftvoll und meditativ zugleich sein kann. Die Baukörper treten dem Betrachter als nüchterne , abweisende Betonmonolithen entgegen, wuchtige, minimalistisch anmutende Industriearchitektur, zeitlose, vernetzte, in sich gekehrte Grundformen. 
 
Uns erschien dieses Umfeld als besonders geeignet für ein Trainingsgelände, wo Grundsätzliches trainiert werden sollte: Kraft, Ausdauer , Psyche, ein Platz für das Ausloten und Verschieben von Grenzen, abgehoben vom normalen Umfeld, dieses aber nicht aus den Augen verlierend ; reduziert und konzentriert. 
 
Die Grundlage dieses Projektes bilden zwei sehr gegensätzliche Gebäude der VÖEST ALPINE AG direkt am Fuß des ERZBERGS. Die Schwereflüssigkeitsanlage (SFA) ist ein gedrungener, langgestreckter Hallenbau mit einem ihn mächtig überragenden Speicherturm.  
 
 
Die Stahlkonstruktion wird von uns völlig freigelegt und soll als Ruinenkorsett den Hotelkörper - vier gekrümmte und zueinander versetzte weit auskragende Massivgeschosse - in sich aufnehmen. Wenn möglich sollen in einem Teil dieses Areals die Maschinen erhalten bleiben - gewissermaßen als Zeugen der Vergangenheit des Areals. Den architektonischen Gegensatz zu diesem Gebäude bildet der beeindruckende, auf fast BRUTALE WEISE moderne Kubus, der derzeit als Nachbrechanlage (NBS) in Verwendung ist und in unserem Projekt die Sportanlagen (Hallenbad, kleine Sporthalle, FITNESSTUDIO etc..) aufnehmen soll. Im Gegensatz zur SFA bleibt dieser Baukörper von uns relativ unberührt.  
 
Alle Anlagen sind derzeit durch Förderbänder verbunden, die auch in unserem Konzept - allerdings eher wohl als Fußwege - Verwendung finden sollen. Parkierungsflächen können in diesem Gelände zur Genüge ausgewiesen werden , weshalb wir uns darauf beschränken, einen ehemaligen Speicher zum Parkturm umzufunktionieren. Eine erste Erweiterung der Anlage wäre unter Einbeziehung der ehemaligen Klaubanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels relativ einfach durchzuführen. Dies wäre im Sinne des Gesamtkonzeptes für Eisenerz sogar wünschenswert. 
 
 
 
 
 
Erzberg-Diskurse 
Vermeidungs-Diskurs Architektur (3)  
Imagetransfer-Konzepte 
Beispiel: Raumgestaltung & Architektur 
(TU Graz) 
Von der Homepage: 
http://www.sbox.tugraz.at/home/k/kribus/Pro99_1.htm 
 
Der Bezug zur Vergangenheit des Nationalsozialismus ist immer auch von einem Unbewussten geprägt (psychisch-kulturelle Tradierung). In den Phantasien, die dieses Projekt mobilisiert, kann man das kaum übersehen:  
 
 
 
Die beiden Abbildungen, die auf der ersten Fassung dieser Homepage zu finden waren, sind leider nicht mehr auf der Homepage der TU Graz zu finden. Zu sehen waren hier zwei Modelle, die den Erzberg und ein geplantes Sporthotel zu einem Albert Speer´chen Ensemble vereinigen: Pyramide, Turm, Hochhaus  
 
Das Projekt heißt: 
Grenzerfahrungszentrum / Sporthotel  
Erzberg / EISENERZ / Steiermark 
Projekt mit Eva Berghofer Gebäudelehre UE 99
 
Im Konzept heißt es: 
Durch dieses Projekt wird der Kontakt mit dem Erzberg UND SEINER GESCHICHTE (sic!) intensiviert.  
 
Die BESTEHENDE SUBSTANZ wird weitestgehend ERHALTEN UND WEITERGENUTZT und die nähere (Stollen - Stollenlaufbahn / Erzbergsee - Erholung) und weitere Umwelt (Erzberggipfel - Gipfelstation) miteinbezogen.  
Geschaffen wurde eine "AKTIONSACHSE", die in Richtung des Stegs hin zum Gipfel den Bereich für Sport, Risikolehrgänge und Grenzwerterfahrungen freigibt und als Trainigszentrum oder Zentrum für Grenzwerterfahrungskurse dient.  
 
Die sogenannte "Auslaufzone" rund um den Erzbergsee bietet als Gegenpol Erholung und Entspannung im Grünbereich. 
In diesem Entwurf wird die große Anlage gänzlich erhalten und eingeschobene Ebenen gliedern die Höhe von 22 Meter.  
DER TURM BEINHALTET  
EINE 58 METER-RUTSCHE
Seminarräume und ein Buffet für die Tagesgäste und verbindet die Halle mit dem seitlich angeschlossenen FITNESS/WELLNESSBEREICH.  
Das "Sport-Hotel" befindet sich im Gebäude der Nachbrechanlage und soll als Kubus erhalten bleiben und bis auf sie Nordseite seine Proportionen und "Kühlheit" , bewahren. Die südseitige Lamellen-Glasfassade öffnet den Körper zu dieser Seite und öffnet den Blick zum Erzberg. 
Auf der "ruhigen Seite" am Hang zum ERZBERGSEE liegen die Appartments, welche die Erschließungsspange von der Halle über das Hotel zum See schließen.  
 
ANGEBOTENE AKTIVITÄTEN: 
indoor-outdoor kletterturm: sommer-winter (eisklettern) freier fall 30m (netz) tauchen (erzbergsee) freediving (halle, bunker ,) eistauchen (erzbergsee leopoldsteinersee) stollenlaufbahn (winter, sommer) stollenorientierungsmarsch , -lauf ( stollensystem ) erzberg up- und downhill mountainbike (sommer winter) verbindung gipfel (stollen, aufzug) turm-vertikal-rutsche 58m fitness sauna - felsendampfbad - massage seminarräume präsentationenen (halle nordbereich) austellung (galerie) 
 
 
 

 

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Letzte Änderung am 4.09.2002