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NS-Zwangsarbeit am Erzberg (Steiermark) 
 
 
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Das erste Projekt (2) - Einzelheiten

(E) Das „Projekt Eisenerz“ 
Teil I 
Recherche, Seminare, Exkursion, Ausstellung (2000/2001)
 
 
DAS PROJEKT  
IN EINZELHEITEN
 
 
 
Gliederung 
(15 Seiten) 
 
 
1. POLITISCHE AKTUALITÄT 
 
2. HISTORISCHER HINTERGRUND 
 
3. HISTORISCHE, POLITISCHE UND KÜNSTLERISCHE BEARBEITUNG 
 
3.1 EXKURSION ZUM ERZBERG: „UNTER-WANDERUNG“ EINER LANDSCHAFT 
 
3.2 DARSTELLUNG DES NICHTDARSTELLBAREN  
 
3.3 DIE KUNST DER REKONSTRUKTION 
 
4. PROJEKTVORSTELLUNG (INHALTLICHE UND SACHLICHE PROBLEME)  
 
4.1 ZUM PROBLEM FEHLENDER INFORMATIONEN ÜBER DEN ERZBERG 
 
4.2 ZUM PROBLEM DES NACHKRIEGSREICHTUMS 
 
4.3 ZUM PROBLEM DER TRADIERUNG 
 
 
 
Politische Aktualität:  
In Österreich wurde vor einem Jahr die ÖVP/FPÖ-Koalition installiert. Bereits nach kurzer Zeit nahm die EU, die Österreich wegen der Osterweiterung braucht, ihren Protest gegen diesen Tabubruch weitgehend zurück. Vor allem in Deutschland existieren relevante politische Kräfte, die sich eine „Schüssel-Variante“ der Regierungsbildung durchaus vorstellen könnten. Parallel zu diesen Ereignissen wurden in Österreich (wie auch in Deutschland) Schlussstrich-Gesetze verabschiedet, die mit der Entschädigung der wenigen noch lebenden ehemaligen NS-Zwangsarbeiter/innen die Forderung verknüpfen, dass damit nun wirklich „Schluss sein muss mit der Vergangenheitsdiskussion“.  
Tatsächlich aber finanziert sich Haider immer noch durch das Bärental und tatsächlich halten die meisten österreichischen Firmen ihre Zwangsarbeiter-Archive weiterhin verschlossen. Die bislang bloß angekündigten Zahlungen an noch lebende ehemalige Zwangsarbeiter werden von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt, ja sie sind vielen sogar Vorwand zur Steigerung antisemitischer und rassistischer Slogans und handfester Attacken. Zugleich fällt allerdings auf, dass auch „der Widerstand“ wenig zum Thema Zwangsarbeit und „Arisierung“ zu sagen hat, insbesondere nicht zu den Schlussstrich-Gesetzen, die in Österreich zudem durch Gesetze zur Entschädigung ehemaliger Wehrmachtssoldaten zusätzlich relativiert wurden.  
 
Vor diesem Hintergrund, so glauben wir, wird ein Projekt, das die NS-Zwangsarbeit an einem konkreten Beispiel untersucht – dem steirischen Erzberg – einige unausgesprochene Kompromisse in Frage stellen.  
 
 
 
 
 
Historischer Hintergrund 
 
Im April 1938, nur wenige Wochen nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, hatte Hermann Göring in Linz den Entschluss zur Errichtung der Hermann-Göring-Werke bekannt gegeben. Im nun „Ostmark“ genannten Österreich sollten neue industrielle Großprojekte der Aufrüstung entstehen und Investitionen in die Energiegewinnung aus Wasserkraft sollten die deutschen Kohlengruben entlasten. Die Wachstums- und Beschäftigungswirkung dieses staatlichen Investitionsprogramms war enorm. Es entstanden ganz neue vor- und nachgelagerte Industrien. Die Hermann-Göring-Werke übernahmen in Hinblick auf die künftige Rüstungsproduktion Mehrheitsbeteiligungen an den Eisen- und Stahlwerken Alpine Montan, den Automobilwerken Steyr-Daimler-Puch und den Gussstahlwerken in Judenburg. Die Elektrizitätswerke wurden weitgehend unter dem Dach der neugegründeten Alpen-Elektro-Werke zusammengeschlossen.  
 
Nach dem Willen der NS-Planer sollten nun zur Absicherung der Versorgung im Kriegsfall „heimische“ Erzvorkommen genutzt werden. Damit war vor allem der steirische Erzberg gemeint, der mit in Tagebau und Stollenbaubetrieb gewonnenen 1,8 Millionen Tonnen Erzproduktion jährlich fast ein Viertel der deutschen Eigenförderung von 1937 ausmachte. Das steirische Erz galt als hochwertiger Rohstoff. Man wollte die Produktion daher auf sechs Millionen Tonnen anheben. Doch spätestens seit dem Überfall auf Polen reichten die Arbeitskräfte nicht mehr aus, weil immer mehr Arbeitskräfte zur Wehrmacht eingezogen wurden. In der Landwirtschaft der Steiermark wurden ab 1939 erstmals polnische Kriegsgefangene eingesetzt. Ihnen folgten bald auch Zivilarbeiter aus Polen, wobei sich bereits zu diesem Zeitpunkt die Grenzen zwischen ziviler Lohnarbeit und Zwangsarbeit zu verwischen begannen. Im Dezember 1939 waren dann am steirischen Erzberg die ersten 300 von 1.500 angeforderten polnischen Arbeitskräften angekommen. Es sollte dann nicht mehr lange dauernd, bis weitere Zwangsarbeiter am Erzberg eingesetzt wurden. Am Ende wurden dort Tausende unter furchtbaren Bedingungen ausgebeutet: Zwangsarbeiter aus vielen Ländern, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus Mauthausen.  
 
 
 
 
BEARBEITUNG DER RECHERCHE-ERGEBNISSE: 
HISTORIOGRAPHISCHE, POLITISCHE UND KÜNSTLERISCHE ZUGÄNGE
 
 
Mit dem Projekt „Steirisches Erz“ soll die Aufmerksamkeit auf ein „verdrängtes“ und zugleich aktuelles Thema gelenkt werden – auf die traumatische und materielle Nachwirkung der NS-Zwangsarbeit in der Gegenwart. Orte wie der Erzberg können als Gedächtnisorte bezeichnet werden. Selbst wenn solchen Orten kein immanentes Gedächtnis innewohnt, so sind sie doch für die Konstruktion kultureller Erinnerungsräume von besonderer Bedeutung. Nicht nur, dass sie die Erinnerung befestigen und beglaubigen, in dem sie diese lokal verankern, sie verkörpern auch eine Dimension von Dauer, die die vergleichsweise kurzphasige Erinnerung von Einzelnen und auch von Gesellschaften, übersteigt. Was bestimmte Orte mit einer besonderen Gedächtniskraft ausstattet, ist vor allem ihre Verbindung mit konkreten Biographien der Täter und Opfer der Nachkommen.  
 
Der Erzberg ist ein Gedenkort, allerdings kein offizieller; ganz im Gegenteil. Die ökonomisch desolate Situation der schrumpfenden Gemeinden rund um den Berg, führt dazu, dass die „Lokalgeschichte“ nun mittels Event-Tourismus (Motorradrennen, HipHop-Konzert im Juli 2000) umcodiert wird. An die Zwangsarbeitslager rund um den Berg und an die Existenz eines Konzentrationslagers neben den (heute verschwundenen) Hochöfen wird an keiner Stelle erinnert.  
 
Dennoch hält dieser Ort materielle Relikte fest, die das Projekt „Steirisches Erz“ zu Elementen einer neuen Erzählungen zusammenfügen möchte. Die abgebrochene und nur noch in Spuren zu fassende gewaltsame Vernutzung von Arbeitskraft kann und soll wieder sichtbar gemacht werden.  
 
Das Projekt „Steirisches Erz“ macht diese Vergangenheit zu einem gegenwärtigen Ereignis. Das „Vermächtnis der Vergangenheit“, das in Wirklichkeit eines der Gegenwart ist, soll sinnlich erfahrbar werden, was „kundige Augen“ erfordert, die mit den Relikten etwas anfangen können. Aus der von uns zu erstellenden Chronologie der historischen Ereignisse am Erzberg wird eine Topographie des gegenwärtigen Umgangs mit dieser Vergangenheit. Ein Ort wie der Erzberg hält Erinnerungen nur fest, wenn wir dafür Sorge tragen. Dies jedoch in dem Wissen, dass der heutige Erzberg als Gedenkort (bzw. mit der Aura eines Gedenkortes) mit dem historischen Ort de Zwangsarbeit nicht verwechselt werden darf.  
 
Die Frage nach dem Erinnern führt ins Zentrum der Kulturentwicklung. Das Erinnern bedarf symbolischer Vergegenständlichung, sei diese sprachlich, bildlich oder rituell. Die Kommunikation der Erinnerung bedeutet das Herstellen von Symbolen, denn was wir mit Texten, Fotos oder Kunstwerken zeigen können, ist oft nur das, was sich nicht repräsentieren lässt - Namenloses, Verdrängtes, Abwesendes.  
Mit dem Projekt „Steirisches Erz“ findet in Österreich erstmals eine zugleich historiographische, politische und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema der NS-Zwangsarbeit am Beispiel eines Ortes statt, der seit Jahren von den Spuren dieser Vergangenheit „gereinigt“ wird. Die derzeit relativ breite mediale Thematisierung der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus macht eine Auseinandersetzung auch mit künstlerischen Mitteln nicht überflüssig. Im Gegenteil: E stellt sich die Frage, welche Rolle e innerhalb der aktuellen Diskurse den Bildern (Fotografie, Film, Video, Kunstwerke etc.) zukommt. Wie wird versucht, diese Zeit darzustellen und wie können wir versuchen, etwas von dieser destruktiven Formation und der gegenwärtigen Bewältigungspolitik „sichtbar“ zu machen? Welche Beziehungen bestehen zwischen Dokumentation und medialen, literarischen und künstlerischen Erzählungen? Wie bezieht sich diese Erzählungen auf die Erinnerungen der überlebenden Zeitzeugen? Was passiert überhaupt mit dem Begriff des Zeitzeugen? Wie kommen dabei Fotografien, Filme und Videos zum Einsatz? Und was die Kunst betrifft – Denkmäler, Mahnmale, Installationen - , in welchem Verhältnis steht sie zu der historischen Faktizität?  
 
Das Projekt „Steirisches Erz“ ist kein weiteres allgemein gehaltenes Symposion über den Kanon der Archive und die Kultur der Erinnerung. Bereits im Vorfeld der ersten Exkursion zum Erzberg zeigte sich, dass der Bezug zu einem konkreten Tatort verschiedene Widerstände mobilisiert, die als Momente des Nachwirkens dieser Vergangenheit in der gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Landschaft gesehen werden müssen.  
 
Die von uns projektierten Text-, Foto- und Videodokumente erfordern eine Bearbeitung, um als Beweismaterial überhaupt eingesetzt werden zu können. Dabei sehen wir uns vor verschiedene Probleme gestellt. Die Dokumentation des historischen Geschehens muss so gestaltet werden, dass sie Empathie mit den Opfern wecken kann, ohne dass diese Empathie in einen kathartischen Prozess mündet. Die Wahrnehmung der Leiden der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und der Gleichgültigkeit derjenigen, die diese Gewalt ausübten, kann nur durch einen hohen Grad an Reflexion gelingen. 
 
Neben der historiograhischen und politischen, vermag hier auch die künstlerische Bearbeitung als eine Erkenntnisform etwas zu bewirken. Arbeiten, die den Betrachter mit realen Opfern der „Zwangsarbeit” konfrontierten – Fotoporträts, nüchterne Erhebungen über Opfer, Täter und Nutznießer, die politischen und ökonomischen Hintergründe im Nationalsozialismus – erfordern ein hohes Maß an Reflexion und Selbstreflexion. Der Tatsache, dass auch die aktuelle mediale Berichterstattung über die NS-Zwangsarbeit wesentlich unser Wissen und unsere Wahrnehmung prägt, setzt das Projekt daher die Aufforderung entgegen, sich das Thema durch die konkrete regionalspezifische Bestandsaufnahme anzueignen und dabei jene Aspekte der NS-Zwangsarbeit zu betonen, die – bislang weitgehend unbemerkt - auch die heutige Lebenswelt noch prägen.  
 
Beim Thema Zwangsarbeit dominiert üblicherweise die Erfahrung der Distanz. Eine Exkursion der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum steirischen Erzberg soll diese Distanz ein Stück verringern, wohl wissend, dass der dabei entstehende Eindruck der Nähe das Ergebnis einer Täuschung sein kann. So wie der Besuch der Gedenkstätte Mauthausen eben nicht der Besuch eines Konzentrationslagers ist, kann auch eine Exkursion keine Unmittelbarkeit ins Spiel zu bringen.  
 
 
 
Exkursion zum Erzberg: „Unter﷓Wanderung“ einer Landschaft 
 
Das Konzept der Ausstellung basiert nicht zuletzt auf der Nähe des späteren Ausstellungsortes (Forum Stadtpark) zu dem historischen Ort. Unsere Rekonstruktion der NS-Zwangsarbeit in der Region gleicht daher einer anderen räumlichen Bewegung: Die Beschäftigung mit dem Erzberg ist zugleich ein Abarbeiten von mental maps, inneren Stadtplänen. Die regionale Landkarte – in unserem Fall die Landkarte des spitzen Dreiecks Erzberg – Linz – Mauthausen - ist das primäre Gedächtnisinstrument des Projekts, das es auf zunächst einfache Weise erlaubt, das Gewesene in der Gegenwart anwesend zu machen. Das Ensemble des Erinnerten hat Landkartenform, und diese Landkarte hat ﷓ im kollektiven materiellen Gedächtnis ﷓ Erinnerungsform. Auf dieser Landkarte erfolgt die Orientierung über die Stätten der Macht: Die Stahlwerke Linz und Donawitz, das 100 Kilometer von Linz entfernte Konzentrationslager sowie der für die damalige Rüstungsindustrie und die Industrialisierung Österreichs so zentrale Erzberg. Dazwischen gibt es ein organisierendes Straßennetz (teilweise von Zwangsarbeitern gebaut) und einige zentralen Bauwerke. Was aber wirklich geschah, zeigt die Karte nicht, es liegt im Schatten abnehmender Bedeutung.  
 
Unsere Exkursion dient der Beschreibung der Örtlichkeiten, vor allem der Geschichte, die an sie gebunden sind. Diese Exkursion verfolgt in ihrer Ausrichtung, in der Auswahl der Topoi und ihrer Abfolge die Absicht, die Metaerzählungen der österreichischen Nachkriegskultur zu veranschaulichen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, zwischen den Topoi einer Landschaft und der Gesellschaft, die sich an diese Erinnerungsorte bindet, den verschwiegenen historischen Zusammenhang zu benennen.  
 
Der französische Soziologen Maurice Halbwachs entwickelte in Anlehnung an Henri Bergson das Modell eines kollektiven Gedächtnisses, das nicht zuletzt durch die projektive Ausgestaltung des Raumes charakterisiert ist. Die Merkorte sind, so Halbwachs, bedeutsam im Kontext von Symbolisierungsprozessen, indem den Orten Ereignisse zugeschrieben werden. Landschaft ist kulturell gedeuteter Raum und bedeutsam als Projektionsraum von Sinnstiftungen kollektiver Selbstvergewisserung. Die heute nicht nur von offiziellen Stellen gepflegte Mythos der Eisenstraße ist ein Beispiel dafür. Aufgrund dieser Art Erinnerungsarbeit als Symbolisierungsprozess entstehen verschiedene kollektive Gedächtnisse, d.h. unterschiedliche Versionen der Traditionsbildungen: Für die ehemaligen Zwangsarbeiter bedeutet die Eisenstraße etwas anderes als für die lokale Wohnbevölkerung oder für die Touristen. Fragen, die die soziale Herstellung des Raumes betreffen und die über die Gleichung von Geographie und Identität hinausführen, erhalten unter diesen Umständen Aktualität. So wie heute wieder für immer mehr Menschen Flucht, Exil und Diaspora ihre Lebensweisen bestimmen, so strafte damals die Anwesenheit der Zwangsarbeiter die Gleichung von Geographie und Identität Lügen. 
 
Vor diesem Hintergrund lassen sich, nebenbei bemerkt, die künstlerischen Initiativen der Land-Art befragen, die oft der Absicht verpflichtet sind, ihre Interventionen in der „unberührten” Landschaft zu situieren und damit dem gesellschaftlich﷓kulturellen Kontext sich zu entziehen, um sich auf „Ursprüngliches” und „Umfassendes” zu beziehen. Genau das ist nicht die Absicht des Projektes „Steirisches Erz“. Jede Landschaft ist Projektionsraum zahlreicher sich überlagernder und ineinandergreifender Gedächtnisräume, die von den ihnen jeweils zugehörigen Gruppen und Gemeinschaften mittels Erinnerungsritualen belebt werden. Gleichsam als Gegenbewegung ist unser Konzept zu verstehen, das als eine Art Unter﷓Wanderung der Absicht verpflichtet ist, hegemoniale Gedächtnistopographien aus der Perspektive der Geschädigten neu zu „lesen”.  
 
 
 
Darstellung des Nichtdarstellbaren  
 
Die Kraft der Imagination derjenigen, die sich mit der NS-Zwangsarbeit am Erzberg beschäftigen wollen, ist bescheiden, sie vermag gegen die Tatsachen nichts, wenn in deren Feld nicht Hinweise auf andere Gesichtspunkte da sind. Eine Ansichtskarte vom Erzberg, gekauft an einem Touristenkiosk im Frühjahr 2000, teilt einzig mit: „Hier ist nie etwas gewesen außer dem, was zur Zeit da ist“. Die Zwangsarbeit am Erzberg hinterließ keine dauernde Spuren. Auch hier kann daher erst eine erneute Darstellung den „verschwundenen“ historischen Sachverhalt wieder erzeugen. Voraussetzung erneuter Erinnerung ist der Nachweis von Darstellungswürdigkeit. Dieser arbeitet mit der Begründung des Symbolischen innerhalb einer bestimmten Kultur, mit der Unterscheidung von evidenten und nichtevidenten Themen. In diesem Fall kann sich das Projekt „Steirisches Erz“ auf die öffentlichen Debatten über Zwangsarbeit, über Mahnmale und über die Notwendigkeit der Erinnerung beziehen, auf einen Diskurs also, der ohnehin mit textlichen, fotografischen und künstlerischen Repräsentationen einhergeht.  
 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass diesen Erinnerungsdiskursen teilweise die Absicht, auf jeden Fall aber die Tendenz des Vergessens eigen ist, denn das öffentliche Erinnern geht häufig genug einher mit der Dispensierung vom Verdrängungsvorwurf, die sich nach 1945 ganz offensichtlich zum zweiten Mal auf eine naturwüchsige Identifikation mit den Tätern und eine Belastung der (angeblich geldgierigen) überlebenden Opfer stützen kann. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die Notwendigkeit, Bedeutung, Struktur, Aussagekraft und Formzusammenhang von Erinnerungsaktivitäten einer erneuten Reflexion auszusetzen. Nicht nur die Gefahr des Verschwindens, sondern auch die Magie universaler Registratur, eines technisch perfektionierten enzyklopädischen Festhaltens der Ereignisse der NS-Zeit verrückt die Angriffspunkte. Die Erinnerungsliteratur der Holocaust-Überlebenden hat diesen Effekt schon frühzeitig thematisiert.  
 
 
 
Die Kunst der Rekonstruktion 
 
Durchaus bemerkenswert sind in diesem Zusammenarbeit auch das Reflexionen einiger Künstler und Künstlerinnen. So setzte zum Beispiel Siah Armajanis’ „Sacco﷓ und Vanzetti﷓Leseraum” (Kunsthalle Basel 1990) auf eine Entmystifizierung der Kunst, die sich bewusst auf die Perspektive ihrer sozialen Konstruktion einlässt. Die Aktualisierung von Bedeutungen vollzieht sich nach Armajani immer innerhalb der Gegenwart. Kunst hat kein universalgültiges Modell, aber sie eignet sich als Untersuchungsmethode einer Kulturgeschichte, die eine strukturelle Einheit zwischen Gegenständen, ihrem Ort und der sozialen Kommunikation fordert.  
 
Ganz ähnlich bietet auch der historische Einsatz von Christian Boltanskis Arbeiten einige Orientierungspunkte für die „darstellende“ Arbeit des Projekts „Steirisches Erz“. Boltanskis Bedeutung liegt hier im Übergangs﷓ und Schnittpunkt zweier Bewegungen, die „Darstellung“ und Erinnerung bzw. Nicht-Erinnerung in eine Beziehung bringen wollten und die eine Veränderung der Erinnerung in Gang zu bringen versuchten.  
 
Christian Boltanski begann mit einer Kritik an der naiven Engführungen von Leben und Kunst in Happening, Nouveau Réalisme, Pop-Art und Fluxus, bei Joseph Beuys, Yves Klein, Dieter Roth. Aus dieser Auseinandersetzung, die seinen Glauben an die Möglichkeiten einer „künstlerischen Aufklärung“ erschütterte, gingen aber Arbeiten hervor, die das „Vergessen“ zum Gegenstand von mehr oder weniger wissenschaftlichen Forschungen machten. Boltanski, der die Naivität des Verstehens durchbrechen wollte, begann eine Auseinandersetzung mit den weniger sichtbaren und erkennbaren Phänomen..  
 
Die auch für unser Projekt relevante Tätigkeit der Spurensicherung (in der Kunst als „archeological art” verdinglicht), speist sich üblicherweise aus der Gewissheit, dass sich das Verschwiegene zum Sprechen bringen lässt, wenn es nur methodisch richtig befragt wird. Von dieser Gewissheit waren zum Beispiel Anfang die „Museen des Nicht﷓Bemerkten”, die Daniel Spoerri, Claes Oldenburg, Harald Szeemann, Marcel Broodthaers einrichteten, geprägt. Christian Boltanski, beeinflußt von seinem Bruder Luc Boltanski, der 1965 an Pierre Bourdieus Buch über die Amateurfotografie („Un Art moyen: Essai sur les usages sociaux de la photographie) mitgearbeitet hatte, ging hier einen Schritt weiter. .  
 
Seine Arbeit, die sich der Fragestellungen und Methoden der Archäologie und Psychoanalyse bedient, sprengt den traditionellen Begriff des Museums. Für die Archäologie und die Geschichte gibt es Museen, in denen Gegenstände in Vitrinen ausgestellt sind: als Dokumente und Zeugnisse. Gegenstände, deren Kontext verlorengegangen ist (durch die Zeit, durch das Vergessen-Wollen oder auch nur durch die Isolierung im Museum), werden zu Dokumenten. Diese Gegenstände werden durch die Herstellung eines Blicks von „außen”, durch eine umfassende Distanzierung HISTORISIERT – auch dann, wenn eine aktuelle gesellschaftliche Bedeutung nach wie vor gegeben ist.  
 
Boltanski erkannte, dass Dokumente und Erinnerungen keineswegs „authentisch“ sind. Auch die Suche nach „sprechenden” Spuren erliegt dem Sog einer projizierten Authentizität, die ihren Gegenstand erst dadurch gewinnt, dass sie ihn stillstellt. Die Herstellung von Abstand durch die Wissenschaft, die Musealisierung in der Vitrine, setzt stets eine Identifizierung als festes, veränderungsloses Objekt voraus: als Relikt, Rest, Spur, Reliquie und Überbleibsel des Lebens, als abwesendes Leben.  
 
Trotz dieses Misstrauens gegenüber der Authentizität hat Boltanski nicht übersehen, dass gerade die Opfer Beweise dafür liefern wollen, dass ihre Erinnerungen materielle Fragmente von realer Erfahrung sind. Zurecht beharren sie auf einen authentischen Zusammenhang zwischen Text, Autor und Erfahrung. Sie sehen sich aber damit konfrontiert, dass sie das von ihnen erlebte, wie ungeheuerlich es auch ist, in die Wahrnehmungsstrukturen der Mehrheitsgesellschaft transformieren müssen, damit sie überhaupt gehört werden. Sie müssen daher das, was ihnen angetan wurde, erzählerisch bearbeiten, ohne dabei die historische Wahrheit anzutasten. Die überlebenden Opfer des Holocaust und der NS-Zwangsarbeit waren die ersten, die erkennen mussten, dass allein mit den Stilmitteln des dokumentarischen Realismus, sich nicht darstellen lässt, was geschehen ist, dass sie damit vor allem nicht gegen Tätergesellschaften ankommen, die angeblich alles vergessen haben und die ihre eigenen Erzählungen in Umlauf bringen.  
 
Das Zeugnis der Opfer besteht zudem nicht allein aus den Erinnerungen der Überlebenden oder derjenigen, die noch etwas aufschreiben konnten, bevor man sie ermordete. Es besteht auch aus den Dokumenten der Tätergesellschaft, soweit sie heute noch in den Archiven und Gedenkstätten vorhanden sind. In diesen Dokumenten sind die Opfer allein deshalb noch „sichtbar“, weil sie seinerzeit Objekt der nationalsozialistischen Macht. Auf der Grundlage solcher Dokumente sind die Überlebenden auch heute wieder – zum Beispiel wenn sie eine Entschädigung einklagen wollen - Objekt von Institutionen der Verwaltung.  
 
Michel Foucault sagt über Sträflinge, deren Biographien er in alten Akten gefunden hatte: „Was sie der Nacht entreißt, in der sie hätten bleiben können und vielleicht für immer bleiben müssen, das ist die Begegnung mit der Macht: Ohne diesen Zusammenstoß wäre gewiss kein Wort mehr da, um an ihren flüchtigen Durchgang zu erinnern.“  
 
Mit der Macht konfrontiert, hinterlässt also das Opfer – auch das ehemalige Opfer - Spuren seiner Erfassung in den Akten und anderen Dokumenten. Seit 1985, in den „Leçons ténèbres”, beschäftigt sich Boltanski mit den Opfern der Macht: mit denjenigen, denen noch die Erinnerung genommen wurde und wird durch Fotos, Dokumente etc. Boltanski bezieht sich nicht direkt auf den Holocaust. Er zeigte 1985 die Fotos von „3000 toten Schweizern“, Fotos der Opfer von Verbrechen und Verkehrsunfällen aus der spanischen Zeitung „El Caso”. Von den Abgebildeten bleibt kein Wissen, keine Erinnerung, keine subjektive Spur, auch wenn ein zufälliges Dokument, ein unverständliches Relikt den Zusammenstoß mit der Gewalt bezeugt. Aber diese Fotos, Kartons mit Akten, Kisten mit Überbleibseln, bewahren von sich aus noch keine Erinnerung. Wenn solche Kartons etwa nach Jahren auf einem Dachboden gefunden werden, sagt ihr Inhalt den Findern zunächst nicht viel. Vielleicht interessiert es sie auch überhaupt nicht (In Eisenerz fand ein Mann, der sich ein altes Haus gekauft hatte, auf dem Dachboden Kartons mit Polizeidokumenten über Zwangsarbeiter. Damit „etwas anfangen“ konnte nur Walter Dal-Asen, ein pensionierter Betriebsrat, der seit Jahren gegen alle Anfeindungen allein zu diesem Thema forscht).  
 
Was daher oft nur bleibt sind Fotos und Karteikarten; anonyme Reliquien, die häufig niemand mehr entziffern kann oder will. Bezogen auf die noch lebenden ehemaligen Zwangsarbeiter bedeutet das: Vor allem sie haben ein wirkliches Interesse daran, den Bezug zu dem herzustellen, was über die Karteikarten hinaus bis heute geblieben ist - die Bauwerke, Straßen, Kraftwerke, die sie errichten mussten und die meistens heute noch zum gesellschaftlichen Reichtum beitragen. 
 
In vielen historischen Arbeiten – und das zeigen Boltanskis Werkgruppen „Monuments”, „Archives” und „Lycée Chases” - treten Subjekte hingegen dem Betrachter nur als Objekte der Macht gegenüber und damit als „Material“. Auch diesen Effekt bewusst zu machen, ist eine Aufgabe, die sich das Projekt „Steirisches Erz“ stellt.  
 
 
Wir gehen davon aus, dass auch dem wenigen überlieferten Material vom Erzberg bereits Lektüren vorausgingen, die zu Objekten geronnen sind, welche wiederum bestimmte Übersetzungen provozieren und andere ausschließen, spezifische Erinnerungen privilegieren und gleichzeitig andere damit verdrängen. Das Projekt „Steirisches Erz“ stellt sich daher der Frage (die eine Frage jeder Geschichtsschreibung ist), in welchen Medien sich Erinnerung herstellt und wie es möglich ist, in den bearbeitenden Lektüren solcher Spuren ﷓ und das sind in diesem Fall unsere politische, textliche und künstlerische Bearbeitung ﷓ das „Verdrängte“ dieser Spuren selbst zu thematisieren. 
 
Das Projekt „Steirisches Erz“ ist zweifellos nicht das erste, das sich mit Fragen der Darstellbarkeit von vergangenen Ereignissen beschäftigt, die in der Gegenwart nachwirken. Wir können uns deshalb kritisch auf bereits gemachte Erfahrungen beziehen.  
 
An diesem Projekt sind, entsprechend dem interdisziplinären Selbstverständnis des Forum Stadtpark, Personen mit politischen, journalistischen, literarischen historiographischen und künstlerischen Kompetenzen beteiligt. Die Erfahrungen, auf die wir uns hinsichtlich der Darstellbarkeit der NS-Zwangsarbeit beziehen, beschränkt sich daher nicht auf Erfahrungen mit Fotografie oder Installationen.  
 
Soweit wir uns aber darauf beziehen, denken wir zum Beispiel an die Installation „Depots der Erinnerung“, die 1993 im Offenen Kulturhaus der „Reichswerke-Stadt“ Linz zu sehen war. Diese Installation entstand im Rahmen der Ausstellung „Speicher. Versuche zur Darstellbarkeit von Geschichte/n”. Auf verschiedene Weise wurden damals Prozesse der Ablagerung, Ansammlung, Ordnung und Inszenierung visueller Fundstücke aus je unterschiedlichen Zusammenhängen thematisiert. Zum Teil nahmen die Künstlerinnen und Künstler Bezug auf ein Wehrmachtsgefängnis, das nach 1945 Gefangenenlager gewesen war. Als ein anderes Beispiel mag die Ausstellung „Angehaltene Zeit“ gelten, die im gleichen Jahr im Milchhof in Berlin-Mitte stattfand. Der ehemalige Milchhof war im 2. Weltkrieg als Luftschutzkeller genutzt worden. Renate Herter verwandte für ihre Installation die rostigen Gegenstände, die sie in dem nahegelegenen Hauptgebäude gefunden und gesammelt hatte. Diese Gegenstände nähte sie in weiße Laken ein und legte sie nach Größe geordnet auf den Keller﷓Boden. Durch die verwischten, abgedeckten Details hindurch konnte man den Objekten ihre ehemalige Funktion teilweise noch ansehen, es blieb jedoch ein unlesbarer Rest, so dass die „Ähnlichkeit” mit Erinnertem allgemeiner wurde. Die Eingebundenheit in einen ehemaligen Funktionszusammenhang – als Luftschutzkeller, der für Zwangsarbeiter nicht zugänglich war - war abhanden gekommen und machte auf die bereits historisch wirksame Distanz aufmerksam.  
 
Interessant sind für unseren Zusammenhang auch die Werke von Sophie Calles. Das Eindringen in die Lebensgeschichten uns fremder Menschen und ihre Aneignung durch Dokumentation ﷓ durch Photographie und Beschreibung ﷓ ist das Prinzip einiger ihrer Projekte. 1978 photographierte Sophie Calle Grabsteine eines Friedhofes in Kalifornien (Les Tombes). In der Präsentation erscheinen die Photographien wiederum wie Grabplatten. Diese Grabinschriften sind ultimative, hier durch die Photographie verdoppelte Erinnerungsstücke. Das ist bereits mehr als im Zusammenhang mit der NS-Zwangsarbeit möglich ist, denn viele, die diese Zwangsarbeit nicht überlebten, erhielten nur ein Massengrab oder überhaupt keines.  
 
Wir bewegen uns heute in einem Umfeld, in dem einerseits die mörderischen Praktiken der Täter radikal relativiert werden – bewusst zeitgleich zur Entschädigungsgesetzgebung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter tritt ein Gesetz zur Entschädigung ehemaliger Wehrmachtssoldaten in Kraft! – und in dem andererseits alles, was unter dem Begriff der „Spurensicherung” gefasst werden kann, schon als geglückte „Vergangenheitsbewältigung“ und hohe Erinnerungskultur gilt. Das Sammeln von historischen ﷓ und das heißt meist einem ehemals zugewiesenen Gebrauch abhanden gekommenen ﷓ Gegenständen allein kann nicht deshalb schon als „anderer” Umgang mit Gedächtnis﷓ oder Erinnerungskonzepten angesehen werden, wenn es statt im Heimatmuseum im politischen oder künstlerischen Kontext geschieht. 
 
Ob wir das wollen oder nicht, beziehen wir uns mit dem Projekt auch auf den „Erinnerungsdiskurs“ der letzten Jahre. Da wir aber eine konkrete politische und historiographische Arbeit zu leisten haben, ist dieser Diskurs weder unser Ausgangspunkt noch unser Adressat. Wir schließen in lediglich kritisch in unsere Auseinandersetzung mit den historischen Ereignissen und ihrer Anwesenheit in der Gegenwart ein.  
 
Dieser Diskurs, der sich, das sich häufig im sehr allgemeinen Theoretisieren über „Trauma & Memory“ gefällt, aber auch ein Bewahrenwollen, das sich mit dem Sammeln, Speichern und Archivieren begnügt, wollen wir auf Geschichtsverständnis und blinde Flecken befragen. Über diese Reflexionen führt ein Weg ins thematische Zentrum des Projektes „Steirisches Erz“. Wie schon der Berliner Fotograf Henning Langenheim mit seinen fotografischen Bildern einer Reise zu heute weitgehend unbekannten Todesstätten in Osteuropa zeigte, hat die heutige „Landkarte der Erinnerung“ noch viele weiße Flecken. Der steirische Erzberg ist einer dieser Flecken.  
 
 
 
 
 
Inhaltliche und sachliche Probleme 
 
Das Vorhaben:  
 
 
Das Projekt „Steirisches Erz“ wird in einer ersten Phase, die mit einer Bus-Exkursion zum Erzberg beginnt, eine Bestandaufnahme durchführen und dabei - in Zusammenarbeit mit Historikern, die bereits Veröffentlichungen zum Thema der Zwangsarbeit vorgelegt haben - verschiedene künstlerische Techniken der Dokumentation und anderer Formen der Erinnerung erproben.  
 
In einer zweiten Phase, sollen die gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen ausgewertet und bearbeitet werden. Dazu gehören ein Symposium, eine Buchdokumentation, die Umsetzung in politische, historiographische und künstlerische Arbeiten sowie schließlich die Vorbereitung einer Ausstellung.  
 
Am konkreten Beispiel des Erzberges und der Rolle, die er seinerzeit im Rahmen der nationalsozialistischen Industrialisierungspolitik (im Kontext der „Reichswerke Hermann Göring“ in Linz und Donawitz sowie von Mauthausen) spielte, wollen wir uns also verdeutlichen, wie genau Österreich bzw. die „Ostmark“ zwischen 1938 und 1945 endgültig modernisiert wurde und welche Rolle bei dieser Steigerung der gesellschaftlichen Produktivität Zwangsarbeit, „Arisierung“ sowie Auspressung der besetzten Länder spielten. 
 
Im konkreten Fall wollen wir Belege für die These zu sammeln, dass das Nachkriegswirtschaftswunder und auch der heutige Wohlstand ohne diese gewalttätige Phase der Industrialisierung so nicht stattgefunden hätte. 
 
Im konkreten Fall wollen wir verdeutlichen, dass dieser (verleugnete) Zusammenhang (besonders nachdem diese Leugnung nach dem Ende der SU offener ausagiert werden kann), auch die politische Gegenwart prägt. 
 
Trotz des regionalen Bezugs überschreitet die projektierte Ausstellung die regionalen Grenzen, weil das Regionale in diesem Fall von größter gesamtgesellschaftlicher Relevanz ist. Das Gegenteil von Regionalität ist nicht eine bloß behauptete Internationalität, sondern sie besteht darin, die über das Regionale hinaus reichende Dimension von Ereignissen zu begreifen, die aus der Nähe als belanglose Lokalgeschichte erscheinen mögen. 
 
Das Forum Stadtpark fungiert durch dieses Projekt temporär als eine Art „Geschichtswerkstatt“. Dabei erweist sich in diesem Fall die Mehrspartigkeit des Forum Stadtpark als angemessene Produktionsweise. Denn es geht nicht darum, die historischen Ereignisse mit den Mitteln eines Museums zu bearbeiten, sondern die Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart durch gegenwartsbezogene Aktivitäten sichtbar zu machen.  
 
Der Projekttitel „Steirisches Erz“ bezieht sich dabei nicht nur phonetisch-assoziativ auf den „Steirischen Herbst” , sondern benennt eine konkrete Leerstelle der Erinnerung (vgl. dazu den von Franz Kaltenbeck und Peter Weibel herausgegeben Band „Trauma and Memory“ zur Grazer Ausstellung „Telling Tales“, die sich mit allen Aspekten der Erinnerung auseinander setzte, nur nicht mit denen, die sich sozusagen „vor Ort“ stellen). Wir thematisieren somit auch gesellschaftliche „Verdrängungsprozesse“ und wenden uns damit der Dimension des kollektiven Unbewussten zu, jener Dimension, die Freuds psychoanalytischem Programm zugrunde liegt. Dabei gehen wir davon aus, dass Kunst – wie jede Form ästhetischer Anschaubarwerdung - einen gewissen Bewusstmachungseffekt haben kann. Im Wissen, dass die Relevanz des Projektes auch an ihrer medialen Präsenz im politischen Raum gemessen wird, werden auch genuin politische Medien zum Einsatz kommen, zum Beispiel Plakatankündigungen, die die zentrale Fragestellung des Projekts öffentlich bekannt machen. 
 
Das Projekt stützt sich in der Sache und konzeptionell weitgehend auf bereits existierende Forschungen und Reflexionen. Bezogen auf den konkreten Fall Erzberg müssen wir aber vor allem selbst recherchieren, weil es dazu kaum Untersuchungen gibt.  
 
 
Zum Problem Fehlender Informationen über den Erzberg 
 
Die Bedeutung des Erzberges als Teil der „Reichswerke Hermann-Göring“ für die damalige Kriegsproduktion, insbesondere Stahlwerke in Linz und Donawitz, aber auch für die Ruhrgebiets-Hütten, steht außer Frage. Wirklich erforscht ist dieser Zusammenhang aber ebenso wenig, wie bisher eine genaue Darstellung der Zwangsarbeit bzw. der Verwendung von KZ-Häftlingen am Erzberg existiert. Auch die Informationen über Zahl, Art und Umfang der Lager am Erzberg sind kaum dokumentiert. 
 
Ein Teil unserer Bemühungen zielt daher darauf, genauere Informationen über die Zwangsarbeit am Erzberg zu sammeln, sie zu diskutieren und zu dokumentieren.  
 
 
 
Zum Problem des Nachkriegsreichtums 
 
Nach 1945 verlor der Erzberg nach und nach an Bedeutung. Die kleinen Ortschaften am Berg (wie etwa Eisenerz) haben bis zur Hälfte ihrer Einwohner eingebüßt. Man lebt nun vom Tourismus bzw. versucht es. Die positive Auswirkungen der Industrialisierung in der Nachkriegsökonomie sind – abgesehen von dem NS-Wohnungsbau - am Erzberg selbst nicht zu belegen, wohl aber am Beispiel der Linzer Hütte und der Hütte Donawitz. Dort wurde das Linz-Donawitz-Verfahren (LD-Verfahren) entwickelt, ein Sauerstoff-Blasverfahren, nach dem auch heute noch 80 Prozent des in Deutschland und Österreich produzierten Stahles hergestellt wird. Der Zusammenhang zwischen faschistischer Industrialisierung und Nachkriegswohlstand lässt sich jedoch aus dem Gesamtzusammenhang erklären, wozu eben auch die „Arisierung“ sowie Auspressung der besetzten Länder zu zählen sind.  
Zur Bedeutung des Eisenerzes vom Erzberg sagte Göring, der als Leiter des Vierjahresplanes um die Bedeutung des ERZBERGES wusste, während der Nürnberger Prozesse: „Die Hermann-Göring-Werke befassten sich zunächst ausschließlich und allein mit der Hebung deutscher Eisenerze im Gebiet von Salzgitter, in einem Gebiet in der Oberpfalz und nach dem Anschluss des EISENERZWERKES IN ÖSTERREICH. Die Hermann-Göring-Werke errichteten zunächst ausschließlich Förderungsanlagen, Aufbereitungsanlagen für dieses ERZ und Hüttenwerke. Die Hermann-Göring-Werke haben zunächst gar keine eigenen Rüstungswerke gehabt, sondern nur, wie ich noch einmal betone, das Vorausprodukt Stahl, Rohstahl, geschaffen.“ Letztlich wurde das Eisenerz vom Erzberg vor allem für Rüstungszwecke eingesetzt, aber die Wirkung dieser Industriestruktur nach 1945 war, wie sich später zeigen sollte, nicht an die Fortsetzung der Rüstung gebunden.  
 
Ein weiterer Teil unserer Bemühungen wird also darauf zielen, genauere Informationen über die Bedeutung zu sammeln, die der Erzberg im Zusammenhang mit der faschistischen Modernisierung und Aufrüstung hatte.  
 
 
 
Zum Problem der Tradierung 
 
Den hier aufgezeigten ökonomischen Zusammenhang beweiskräftig zu rekonstruieren ist mit entsprechendem Aufwand möglich. Weitaus schwieriger ist es jedoch, den damit einhergehenden politisch-kulturellen Zusammenhang zwischen damals und heute deutlich zu machen, also die intergenerationale Tradierung des materiellen und psychischen Nachlasses des Nationalsozialismus. Die These ist, dass diese im Falle des „Bärentalers“ auf der Hand liegt und dass seine Wähler dies sehr wohl begreifen. Da jedoch Haiders Solidaritätsbekundungen gegenüber der Tätergeneration so nicht von allen Nachkommen der „Kriegsgeneration“ geteilt werden, muss die Tradierungsthese differenzierter entwickelt werden. Nur als ersten Anhaltspunkt kann dabei der Hinweis auf die Tatsache gelten, dass auch die Opposition gegen Haider das Thema Erbschaft (Gesetze und Steuern) scheut und dass sie in Sachen Zwangsarbeiterentschädigung bzw. Schlussstrichgesetze weitgehend schweigt und Haiders Besitz des Bärentals nicht skandalisiert.  
 
Ein besonders schwieriger Teil unserer Bemühungen wird also darin bestehen, konkrete Belege für die materielle und psychische Tradierung zu finden. Die materielle Tradierung wird zweifellos eine Untersuchung der Eigentumsverhältnisse in der Nachkriegszeit zeigen können. (Aktienkapital, Staatseigentum, beruflicher Aufstieg einheimischer Arbeitskräfte durch die Übertragung schwerer körperlicher Arbeit auf Zwangsarbeiter etc.). Die psychische Tradierung wird vor allem in der Schuldabwehr deutlich: Die Tatsache der Zwangsarbeit am Erzberg wird im touristischen Infomaterial nicht oder (neuerdings) nur ganz nebenbei erwähnt. Die Tatorte sind nicht markiert. Hinzu kommt, dass im Zuge des kulturellem Imagetransfers (Open Air deutschsprachiger Rap-Gruppen im Juli 2000, jährliches Moto-Cross-Rennen am Berg) die Vergangenheit derzeit durch Imagetransfers abermals entsorgt wird.  
 
 
 
Exkurs 1 - Tradierung auf der Opferseite (Trauma)  
 
 
Es gehört zu den Folgen des Holocaust, dass auch ein halbes Jahrhundert danach, immer noch massive Abwehrreaktionen zu beobachten sind. Dabei handelt es sich einerseits um Einfühlungsverweigerung, also um Gleichgültigkeit und andere Vermeidungsstrategien bis hin zur Verleugnung, und auf der anderen Seite - der der überlebenden Opfer und ihrer Nachkommen - , um Belastungsreaktionen, also um Maßnahmen gegen das Überwältigtwerden von Bildern, Gedanken und Gefühlen. Im Holocaust wurden alle Arten von Traumatisierungen betrieben und bewirkt.  
Verfolgt, gequält und schließlich auf verschiedene Weisen ermordet wurden Menschen aller Altersgruppen und beiderlei Geschlechts. Sie hatten dabei von Beginn an meistens nur einen minimalen Handlungsspielraum, zunächst, weil sich nur wenige auf ihre Seite stellten und später wegen des mitleidslosen Vernichtungswillens ihrer Mörder. Nach 1945 waren die Überlebenden häufig mit dem endgültigen Verlust der Eltern und anderer Verwandter konfrontiert. Die früheren Lebenszusammenhänge waren oft zerschlagen und auch die früheren Lebensorte waren häufig verloren. Jede dieser Situationen ging mit besonderen Traumatisierungen einher. Und ausgerechnet in Deutschland und Österreich wurde den überlebenden Deportierten lange Zeit die Anerkennung des traumatisierten Leidens verweigert. Man berief sich z.B. auf Grundsatzentscheidungen der Versicherungsämter, nach denen eine traumatische Neurose nicht rentenpflichtig war.  
Es gibt zudem einige Millionen Menschen, die als Nachkommen von Verfolgten und von Zwangsarbeitern deren Traumatisierungen aushalten müssen. Nicht wenige von ihnen wurden deshalb von den Folgen der Verfolgung selbst traumatisiert. Manche wuchsen ohne Großeltern, Onkels, Tanten und Cousins auf. Und die eigenen Eltern sind nicht gerade ideale, lebenslustige und optimistische Eltern geworden, sondern mehr oder weniger deutlich gebrochene Menschen. So wird auf vielen Wegen das Trauma der Überlebenden an die zweite Generation und - abgeschwächt - auch an die Enkel weitertradiert. Man kann davon ausgehen, dass versteckte Empfindungen von Schmerz, Wut und Angst, die das familiäre Klima prägen, ebenso tradiert werden, wie die erzählten und verschwiegenen Geschichten. Die Wirkung dieser Übertragungen ist aber ganz entscheidend vom politischen und kulturellen Kontext abhängig, in dem Erinnerung und Verdrängung sich vollziehen.  
 
Ein wichtiger Teil unserer Bemühungen wird also darauf zielen, die Leiden und die (bis heute anhaltende) Demütigung der Menschen zu beschreiben, die damals Zwangsarbeit leisten mussten.  
 
 
 
 
Exkurs 2 - Tradierung auf der Täterseite (Schuldabwehr)  
 
 
Nun existiert auch eine spezielle Form der Übertragung zwischen der Tätergeneration und ihren Nachkommen. Dass diese ebenfalls traumatischer Natur ist, ist jedoch sehr fraglich.  
Bei der Mehrheit derjenigen, die sich (im weiten Sinn) zur Linken zählen, ist das Verhältnis zur „Kriegsgeneration“ (Eltern bzw. Großeltern) kaum ein anderes als bei den Nichtlinken. Auch ihnen wurde bzw. wird bis heute durch Mimik, Gestik und Tonfall nahegelegt, dass genaueres Nachfragen unerwünscht ist. Im Unterschied zu den Kindern und Enkeln der Überlebenden, wissen die Nachkommen der Tätergeneration mehrheitlich nicht einmal, was ihre Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus genau taten. Heute weiß man, dass diese Situation zu Übertragungen führt. Die Eltern bzw. Großeltern haben ihre Kinder bzw. Enkel auf diese Weise zu Mitwissern gemacht und sie damit vor eine prekäre Alternative gestellt: Sie konnten dieses Wissen für sich behalten, wenn sie die Zuneigung der Eltern/Großeltern und die „Familienidentität“ nicht verlieren wollten, oder sie konnten diesen Zusammenhang politisieren, was einen mehr oder weniger nachhaltigen Bruch erforderte. Aber selbst im Fall des Bruches gab und gibt es viele Möglichkeiten, der Sache auszuweichen. Eine davon, die schon 1968 häufig wahrgenommen wurde, war die Flucht in Utopien und theoretische Abstraktionen.  
Offensichtlich gab es viele Möglichkeiten auch für die linken Nachkommen der Tätergeneration, der Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte auszuweichen. Vieles davon ist offenbar unbewusst geschehen. Das hat inzwischen auch die Psychoanalyse bemerkt.  
 
„Jahrelang lastete eine düstere Stimmung auf der Familie. Der Vater kehrte körperlich unversehrt aus dem Krieg zurück, aber sein Weltvertrauen war dahin. Missmut und Schweigen machen ihn unfähig zur Empathie. Er betäubt sich mit Arbeit. Kindergefühle von Unbekümmertheit oder gar Glück galten als voreilig, unziemlich und dumm. Das Trauma des Vaters durchdrang das Familienklima. Trotz Wirtschaftswunder dauerten die Wirkungen des Krieges an. Die verleugneten psychischen Verletzungen wirken fort bis hin zu den Kindern und Enkeln.“  
 
 
So etwa beschreiben Psychoanalytiker heute die „traumatisierenden Folgeschäden der Kriegsereignisse“ für die Tätergeneration. Die stilistische Diktion ist deutlich an der Holocaust-Literatur orientiert. Man geht davon aus, dass auch die Tätergeneration ihr angeblich existierendes psychisches Trauma auf ihre Nachkommen überträgt.  
 
Diese Interpretation der intergenerationalen Tradierung als Folge einer Traumatisierung der Täter (statt als Folge des Verschweigens und Leugnens) ist m. E. vor allem eine freundliche Rückprojektion ihrer Nachkommen , die sich ihnen nun als Therapeuten anbieten und mit ihnen die Bedeutung der historischen Ereignisse neu aushandeln wollen. Auffallend wohlwollend wird unterstellt, die Bevölkerungsmehrheit habe damals an einem getrübten Bewusstsein gelitten, habe sich selbst belogen, ihre „eigentlich“ gute Gesinnung unterdrückt und sei gedankenlos hinter den Nazis hergelaufen. Dabei zeugen alle Aussagen von Täter-„Zeitzeugen“ seit 1945 von einer anhaltenden affektiven Bindung an diesen Abschnitt ihrer Lebensgeschichte, was damit zu tun hat, dass sie wirkliche materielle Vorteile aus der Verfolgung und der imperialistischen Expansion zogen und sich dabei als Herren fühlten. Diese Erfahrungen war keineswegs traumatisch.  
Ein nicht unwichtiger Teil unserer Bemühungen müsste also darauf zielen, durch INTERVIEWS vor Ort, Informationen über das „Täterbewusstsein“ zu sammeln.  
 
 
 
 
Zum Problem der Politischen Nutzanwendung 
 
 
Die hier angestellten Überlegungen zur intergenerationalen Tradierung lassen sich offenbar schwer in herkömmliche „fortschrittliche“ Politik oder Aufklärung umsetzen. Unser Dilemma besteht darin, dass in dem Moment, da wir die Kontinuität nach 1945 zum Ausgangspunkt unserer Kritik der Gegenwart machen, sich die (heute notwendig illusionär wirkenden) Einsicht aufdrängt, dass es wohl besser gewesen wäre, wenn die drei Gesellschaften, die nach 1945 auf dem Boden des „Dritten Reiches“ entstanden sind, generell unter internationale Aufsicht gestellt worden wären. Dem historischen Gedächtnis dieser Gesellschaften muss nun schon seit über 50 Jahren immer wieder von außen auf die Sprünge geholfen werden. Wo diese Kontrolle nicht stattfindet, hat man Altnazis gewähren lassen und die Opfer des NS erneut diskriminiert. Der Anspruch, in diesem vorgegebenen Rahmen die Rolle von Aufklärern zu spielen, ist im Grunde absurd. Denn wenn wahr ist, dass ohne die Bereitschaft, den Holocaust und den Vernichtungskrieg in den Mittelpunkt der Kritik zu rücken, jeder Gedanke an eine Aufhebung der bestehenden Verhältnisse vorab der Unwahrheit überführt ist, dann kann es eben nicht zugleich Ziel sein, innerhalb dieser Verhältnis traditionelle „konstruktive“ Politik zu betreiben.  
 
Unsere Intervention stößt sich daher von der herkömmlichen Bestimmung der Politik nicht wirklich ab. Sie klärt auf, mobilisiert und demonstriert, kann aber weder den Adressaten der Forderung nach Abschaffung gegenwärtigen Verhältnisse benennen noch die, die sie zwecks Umsetzung dieser Forderung organisieren könnte. Wird letzteres angestrebt, offenbart sich das Manko überdeutlich: Die „Interessen“, die wir vertreten oder vertreten wollen, sind die der Opfer der damaligen Volksgemeinschaft, die wir aber mangels Macht aber nur sehr begrenzt unterstützen können, z.B. durch Nachforschungen. Effektivere Hilfe erhalten sie zum Beispiel von US-amerikanischen Anwälten, die sich auf Institutionen des internationalen Rechts der neuen Weltordnung stützen können.  
 
Die Erfahrung, dass es keine apriorisch bestimmbaren TrägerInnen unserer „Aufklärung“ gibt, fällt also auf uns selbst zurück. In vernünftiger Abschätzung der Zweck﷓Mittel﷓Relation ist die praktische Forderung nach Aufhebung der Verhältnisse in den Nachfolgestatten des „Dritten Reiches“ darum zugleich vollständig unvernünftig. So lässt sich kein vernünftiger Grund (im Sinn von „Interessen“) angeben gegenüber „der Bevölkerung“, sich mit uns für dieses Ziel praktisch zu betätigen. Unsere Kritik, die doch immer davon ausgehen muss, wüssten die Leute, was sie tun, hörten sie schon damit auf, transformiert sich damit in eine Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen, die jene, die sich damals als „Herrenmenschen“ fühlen und benahmen - konfrontiert mit dem, was sie anrichten - , nur bzw. bestenfalls die Schultern zucken und weitermachen lässt. „Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe. Dieser Imperativ ist so widerspenstig gegen seine Begründung wie einst die Gegebenheit des Kantischen.“ (Negative Dialektik, S. 356). So schrieb Adorno 1966, und Praxis ist es weder davor noch danach geworden. Das ist der Skandal dieser Gesellschaften; und wer die Evidenz dieses Imperativs missachtend ihn „erklären“, „vermitteln“, ihn als „Anstoß“ „in die Diskussion einbringen“ will, mildert diesen Skandal, ob gewollt oder nicht. 
 
Bei unserer Bemühungen mit der Aktion „Steirisches Erz“ handelt es sich also in erster Linie um Selbstaufklärung. Wir agieren bestenfalls innerhalb des Publikums, das sich zum „Widerstand“ rechnet.  
 
 
 
 

 

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Letzte Änderung am 4.09.2002