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NS-Zwangsarbeit am Erzberg (Steiermark) 
 
 
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Links 4 - Mauthausen

Projekt Eisenerz 2001 
 
(D) Materialien  
 
KEIN Vermeidungs-Diskurs  
 
 
Nebenlager von Mauthausen 
 
Amstetten, Bachmanning, Bretstein, Dippoldsau, Ebensee, Eisenerz, Enns, Grein, Großraming, Gunskirchen, Gusen, (Schloß) Hartheim, Hinterbrühl, Hirtenberg, Klagenfurt, Leibnitz-Graz, Lenzing, Lind, Linz, Loiblpaß-Nord / Loiblpaß-Süd, Melk, Mittersill, Passau, Peggau, Redl-Zipf, Saurer-Werke (Wien), Schiffslager Mauthausen, Schönbrunn (Wien), Steyr-Münichholz, St. Aegyd am Neuwalde, St. Lambrecht, St. Valentin, Schwechat, Ternberg, Vöcklabruck, Wels, Wien-Floridsdorf, Wiener Neudorf, Wiener Neustadt, Zeltlager Mauthausen  
 
Nebenlager Eisenerz (Steiermark)  
 
gegründet am 15.6.1943, geschlossen am 14.3.1945  
Etwa 400 Häftlinge arbeiteten beim Erzabbau am Steirischen Erzberg.
 
 
 
 
Von der Homepage: 
http://www.mauthausen-memorial.gv.at/Aktuell/wirtschaft.htm 
 
 
 
 
Ein symbolträchtiges Plakat. Die Männer sind an der Front; die Frauen erzeugen Waffen. In der Tat wurden Frauen sehr oft zu Arbeiten in Rüstungsbetrieben herangezogen. Insgesamt blieb der Frauenanteil in der österreichischen Industrie jedoch gering. 
 
 
 
In der nationalsozialistischen Propaganda standen die "nationalen" Motive des "Anschlusses" im Vordergrund. Doch der wirkliche Grund des Einmarsches in Österreich war ein anderer: 1938 stieß die deutsche Rüstungswirtschaft an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Die Fortsetzung der Aufrüstung schien in Frage gestellt. Denn es mangelte an Rohstoffen, Arbeitskräften, freien Industriekapazitäten und - nicht zuletzt - an Devisen zum Import rüstungswichtiger Güter.  
Nicht der Autobahnbau oder andere Arbeitsbeschaffungs- Maßnahmen hatten im Deutschen Reich seit 1933 die Arbeitslosigkeit reduziert, sondern die Vorbereitung eines neuen Krieges. Das "Blitzkrieg"-Konzept sollte Deutschland in die Lage versetzen, ein Land nach dem anderen seinem Einflussbereich einzuverleiben und mit dem so gewonnen Zuwachs an Wirtschaftskraft den jeweils nächsten Gegner auszuschalten.  
Im Rahmen des 2. Vierjahresplans, der 1936 unter der Federführung Hermann Görings ausgearbeitet worden war, hatte neben der Entwicklung von Ersatzstoffen (etwa für Gummi und Erdöl) die Sicherung des Zugangs zu nicht-substituierbaren Gütern (wie dem Eisenerz aus dem steirischen Erzberg) oberste Priorität.  
Es ist daher kein Zufall, daß Österreich und die sogenannten sudetendeutschen Gebiete der Tschechoslowakei mit ihren reichen ökonomischen Ressourcen schon vor 1938 im Blickfeld des Nationalsozialismus lagen und dass diese Länder als erste "angeschlossen" wurden. An Österreich interessierten neben dem Erzberg die ungenutzten Wasserkräfte, die Erdölvorkommen im Marchfeld, die Schwerindustrie, der Maschinenbau und die Gold- und Devisenreserven der Österreichischen Nationalbank, die jene der Deutschen Reichsbank 1938 um ein Vielfaches übertrafen.  
 
 
 
 
In den "Ostmarkwerken" auf dem Gelände des Wiener Arsenals, das schon in der Zeit der Monarchie Rüstungsbetriebe beherbergt hatte, wurden nach dem "Anschluss" Flak-Geschütze erzeugt.  
(Mit dem in Linz und Donawitz verarbeiteten Erz vom Erzberg) 
 

 

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Letzte Änderung am 2.09.2002