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NS-Zwangsarbeit am Erzberg (Steiermark) 
 
 
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Links 1 - Denkmäler

Projekt Eisenerz (2001) 
 
(D) Materialien  
 
AUSGEWÄHLTE LINKS:  
GEDENK-ORTE, DENK-MALE
 
 
 
Projekt Steinernes Bewusstsein, Uni Graz: 
http://gewi.kfunigraz.ac.at/~sed/seiler.html 
 
Forschungsprojekt "Steinernes Bewußtsein": Die öffentliche Präsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs in seinen Denkmälern im 20. Jahrhundert.  
Denkmäler sind Erinnerungszeichen, Zeichen der Vergangenheit, versteinerte Geschichte also. Die Plätze, an denen sie errichtet oder entfernt werden, sind Gedächtnisorte unseres historischen Bewußtseins. Wie behält das kollektive Gedächtnis (bestimmte) Ereignisse und Personen der Geschichte, wie behält es den Vernichtungskrieg, NS-Zwangsarbeit und „Wirtschaftswunder“ in Erinnerung? Woran erinnert es sich, was wird vergessen? Wie geht das „öffentliche bewusstsein“ heute damit um? Von diesen aktuellen Fragen geht das Projekt "Steinernes Bewußtsein" aus.  
Denkmäler sind zugleich Monumente der Erinnerung als auch der Verdrängung, ihre Präsentation im öffentlichen Raum hat Symbolwert für den Umgang der österreichischen Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit. Im Mittelpunkt des zeitgeschichtlichen Interesses stehen jedoch gerade nicht von Denkmälern scheinbar dokumentarisch abgebildete vergangene Zeiten. Denn Denkmäler sollen ganz bewußt Erinnerung wecken und im kollektiven Gedächtnis verankern. Denkmäler vermitteln keineswegs Wissen, sondern Einstellungen und Haltungen und sind damit wesentlich am Entstehen eines gemeinsamen identitätsstiftenden historischen Bewußtseins, dem "kollektiven Gedächtnis" beteiligt. Zugleich spiegeln sich in ihnen politische Hierarchien und Machtverhältnisse wider. Kampf um politische Macht ist immer auch Kampf um Erinnerung bzw. gegen die Erinnerung der Opfer.  
Vor diesem Hintergrund soll die österreichische Denkmallandschaft weniger dokumentarisch als im Hinblick auf mentalitäts- und bewußtseinsgeschichtliche Aspekte beschrieben werden. Gegenstand der Untersuchung sind demnach im weitesten Sinne "politische Denkmäler", die sich auf zeitgeschichtliche Ereignisse oder Vorgänge beziehen und die im Zeitraum von der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart errichtet worden sind. Die Bandbreite der Denkmäler, Mahnmale und Erinnerungsstätten zur politischen Geschichte umfaßt etwa:  
· die Republikdenkmäler der Ersten und Zweiten Republik  
· Gedenkstätten zur Erinnerung an den Februar bzw. den Juli 1934  
· Denkmäler des autoritären Ständestaates  
· NS-Denkmäler bzw. ihre Relikte  
· Feldherrndenkmäler, Kriegerdenkmäler des 1. und 2. Weltkrieges  
· Denkmäler der Alliierten Armeen  
· Denkmäler zur Erinnerung an die Opfer von Widerstand, Verfolgung und Zwangsarbeit 
· Überreste jüdischer Kultur, Mahnmale ihrer Zerstörung.  
 
Die Präsentation der Forschungsergebnisse soll in Form eines Bild- und Textbandes erfolgen, gedacht ist auch an eine Ausstellung (bzw. an einen Film).  
Projektleitung:  
Stefan Riesenfellner, Heidemarie Uhl  
Institut für Geschichte an der KF-Universität Graz, Abteilung Zeitgeschichte 
Attemsgasse 8/III, A-8010 Graz 
 
 
 
ANMERKUNG:  
Was hier fehlt:  
 
Die Tatorte OHNE Denkmäler, z.B. der Erzberg. Die Imagetransfers von (inoffiziellen) Gedenk-Orten.  
 
Die „Beruhigung“, die einsetzt, wenn dann doch ein Mahnmal „pflichtgemäß“ akzeptiert wird.  
 
Der Unterschied zwischen Denk- und Mahnmal.
 
 
 
 

 

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Letzte Änderung am 31.08.2002