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NS-Zwangsarbeit am Erzberg (Steiermark) 
 
 
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Erzberg Diskurse 10 - Kunst Technik

Projekt Eisenerz (2001) 
 
(C) Strategien der Abwehr der historischen Tatsachen  
 
Erzberg-Diskurse 
 
Vermeidungsdiskurs “Kunst Technik“  
 
 
Von der Homepage:  
http://www.steirer-oberland.co.at/made-in-styria/stadt/kunst_tech.html 
 
 
Kulturabteilung beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung, 8010 Graz 
 
 
made in styria – Landesausstellung 1997 in Leoben 
made in styria - Kunst und Technik
 
 
 
 
 
 
 
H. Boeckl, "Erzberg I", 1942 (!) Neue Galerie Graz, Foto: Landesmuseum Joanneum, Graz 
 
 
Die künstlerische Darstellung von Arbeit unter mancherlei Aspekten reicht sehr weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Beweggründe zu zeigen, wie Arbeit vor sich geht (Anm.: zum Beispiel Zwangsarbeit 1942?), wie Landwirtschaftsprodukte entstehen, wie Bergschätze zutage kommen und Handwerker ihre Erzeugnisse entstehen lassen, gab es viele: Jenseitsvorstellungen mit einer Art überhöhtem irdischen Weiterleben, Repräsentation fürstlicher Macht über menschliche Arbeitskraft, Nachweis ständischer Gliederung einer noch unverrückbaren und starren Gesellschaft, dazu aber auch persönliche Freude und individuelles Vergnügen an Leistungen, bei denen geistige Erkenntnis durch körperliches Geschick und klug eingesetzte Kraft umgesetzt wurde.  
Fotografie und Film haben in ihrem Realismus und ihrer Dynamik heute weitgehend Malerei und Graphik auf dem Felde der Darstellung von Arbeit, Arbeiter, Fabrik und Industriekomplex verdrängt. Ein Blick zurück in der jüngeren Kunstgeschichte zeigt aber den hohen Stellenwert, den Industriemalerei bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts noch innehatte. 
 
Von den minutiösen, aus einer konstruierten Vogelschau abgebildeten Darstellungen von Werksanlagen über expressiv gestaltete, mit Feuer und Rauch operierenden Szenen des Schaffens in Werkshallen bis hin zu heroisch inszenierten Blicken in die Welt des Bergbaues reicht auch das Spektrum dieser Kunstthematik in der Steiermark.  
Heute beobachtet man andere Sichtweisen: Das Ringen mit dem Material moderner Werkstoffe, die in künstlerisch aussagekräftiger Art zu Skulpturen und Reliefs verarbeitet werden, in denen Bewegungskräfte und physikalische Dynamik spürbar wird. Dazu ist noch die philosophisch grübelnde Umsetzung von Szenarien der Bedrohung oder Befreiung durch die moderne Technik, wie sie in der medial hinterlegten Kunst der Zeitgenossen sichtbar wird, zu sehen. 
 
© Kulturabteilung beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung, 8010 Graz 
 
 

 

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Letzte Änderung am 4.09.2002